AT3XHB – News

Liebe Zuhörerinnen und Zuhörer, liebe Mitleserinnen und Mitleser – auch auf Packet Radio…!

Unsere(r) AT3XHB Node/Digipeater/BBS wurde umgebaut. Die Node ist seit Einer Woche 24/7 im Einsatz.

Wenn Du unser High-Power-Signal, mit 0,004kW empfangen kannst, würden wir uns sehr über einen Empfangsbericht freuen. Wir bestätigen Dir diesen gerne mit unseren sendereigenen QSL Karte per E-Mail.

Was wurde umgebaut?

Bisher war unser Packet Radio Aufbau eher in „Fliegender“ Art und Weise. Nun haben wir die Station anders aufgebaut.

Ein altes Computergehäuse, samt 200W Netzteil wurde verwendet um die AT3XHB neu und geschützt aufzubauen. Es gab einige Probleme zu lösen. Das alte Netzteil ist etwas schmäler als die derzeit üblichen Netzteile, daher musste beim Einbau getrickst werden. Das Netzteil wurde eingebaut uns versieht nun seinen Dienst als Stromversorger für den RaspberryPi 3B+ und das Funkgerät.

Um das Netzteil als Spannungsquelle verwenden zu können, musste die Steuerungsleitung gefunden werden, welche das Netzteil aktiviert. Ich kann dies mit einem kleinen Schalter, welchen ich auf der Rückseite des Gehäuses montiert habe ein- und ausschalten.

Das Netzteil habe ich geöffnet und alle unnötigen Leitungen abgezwickt. Die abgezwickten Kabel, welche noch im Netzteil verblieben, wurden isoliert und mit der Heißklebepistole verklebt, sodass es zu keinem Kurzschluss kommen kann.

Praktischer Weise liefern die Computer-Netzteile 3,3V und 5V sowie 12V. Somit können das Funkgerät und der RaspberryPi 3B+ direkt vom Computer Netzteil mit Strom versorgt werden.

ACHTUNG! – Insbesondere für den RaspberryPi ist es erforderlich, dass die Versorgungsspannung nicht schwankt oder nur sehr sehr gering. Da es beim Netzteil mehrere Trafospulen gibt, welche die jeweiligen Spannungen liefern, wirkt sich eine Änderung des Stromes z.B.: auf der 12V – Schiene auf die 5V-Schiene aus. Das bedeutet, dass wenn das Funkgerät sendet der Strom auf der 12V-Schiene steigt (ca. 2A) steigt daher die Spannung auf der 5V-Schiene, da dort keine Last anliegt. Teils stieg die Spannung um 0,7 Volt (was dem RaspberryPi bestimmt gar nicht gefallen würde).

Abhilfe schafft hier ein Lastwiderstand auf der 5V-Schiene, der dauerhaft auf der 5V-Schiene eingeschleift ist. Ich habe einen 10Ohm Lastwiderstand verwendet. Der Widerstand wird wirklich heiß! Ich habe diesen direkt im Netzteil verbaut und nutze den Lüfter den Netzteiles auch zur Kühlung des Lastwiderstandes. Mit diesem Widerstand kommt es zu Schwankungen von 0,1 Volt, was OK ist.

Herausforderungen mit dem Funkgerät

Ich verwende ein Midland M-Mini als TRX für die AT3XHB. Erfreulicherweise hat dieses auf der Frontseite Ein-/Ausgänge für Lautsprecher, Mikrofon und PTT. Es dauerte, bis ich die Belegung der SteckerPins herausgefunden habe. Mir ist die Impedanz des Mikrofon-Einganges nicht bekannt, sodass ich später herausgefunden habe, dass das Audiosignal sehr leise war – so, dass ich schon befürchtet habe, dass gar keine Verbindung zustande kommen könnte. Eine andere Lösung musste her…

Somit habe ich das Mikrofon zerlegt und habe probiert, das Audiosignal einfach dort einzuspeisen – praktischerweise läuft dieses dann über die integrierte Mic-Verstärkerschaltung. Das wars!!! Lautstärke OK – diese kann nun auch über das System im RaspberryPi nach Wunsch geregelt werden.

Der Testlauf…und Herausforderungen

Der Testlauf klappte prima. Leider kam es noch zu einer weiteren Herausforderung. Es betraf die PTT – Schaltung. Da alles über die selbe Masse läuft, schaltete der TRX dauerhaft auf Sendung. Somit schaltete ich ein eigenes Relais ein, welches ich mit mit der 5V Schiene versorgte und über den RasperryPi mittels den GPIO Pins ansteuerte. Das Problem war scheinbar gelöst, bis ich das Mikrofon mit der Soundkarte des RaspberryPi’s verbunden hatte – erneut SENDEN! Zusätzlich fiel mir hier ein Brummen während des Trägers auf – Entsetzlich!

Gott sei Dank hatte ich noch einen Niederfrequenz 1:1 Übertrager mit welchem sich dann auch das Masse-Problem lösen lies. Der „Brumm“ ist nun auch weg.

Ordnung schaffen

Nun galt es die ganze Technik halbwegs ansehnlich im Gehäuse zu verbauen und ein wenig Ordnung zu schaffen. Ich glaube, dass mir das halbwegs gelungen ist.

Um den RaspberryPi zu verbauen nutzte ich die Abdeckung eines alten Floppy Disk Drives, welches ohnehin überholt und obsolet ist. Diese passt hervorragend in den FDD-Einschub. Der Raspberry ist mit Mainboard-Muttern auf der Abdeckung montiert.

Das Funkgerät ließ sich gut in dem 5,25″ Einschub montieren und kann von vorne bedient werden.

Die Stromversorgung läuft über ein 200W Computer-Netzteil. Zur Verteilung der Stromversorgung verwendete ich einfache Lusterklemmen, welche sich ebenfalls direkt im Gehäuse montieren ließen.

Der Umbau hat Spaß gemacht – ich glaube aber, dass ich das nicht noch einmal machen werde 🙂 Am besten finde ich das umgebaute Netzteil für die Stromversorgung. Es hat hierfür genug Power. Im Amateurfunkbereich, wo mehr Strom benötigt wird, wegen der höheren Sendeleistungen, kann man ebenfalls solche Netzteile verwenden – ab 500W aufwärts.

Hier im Anschluss ein paar Bilder der neuen AT3XHB.

Infos zur Station – AT3XHB:

TRX: Mindland M-Mini @ 0,004kW (4Watt)
Antenne: President Himalaya, Lambda 5/8
Computer: Raspberry Pi 3B+ mit Linux, Direwolf, BPQ32, ax25-tools
Call: AT3XHB / at3xhb.ddns.net Port 10093

AT3XHB – last heard… (zuletzt auf Packet Radio gehört…). Der Link führt auf unseren AT3XHB Server.

2 Gedanken zu “AT3XHB – News

  1. Hallo Stefan. Sehr schöne Arbeit. Werde mich vllt schon nächstes Wochenende mit deiner node zu verbinden versuchen. Bisher hat’s ja auch schon des öfteren geklappt. Und auf deine QSL-Karte würde ich mich auch recht freuen.
    73 von Hermann AT3BO1

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